Aufnahme einer Berufsausbildung im dualen System und der erfolgreiche Abschluss dieser Ausbildung.

•    Berufsorientierung: Aufzeigen von Tätigkeitsfeldern und die Ideenfindung, um später die Ausbildung bestehen zu können.  Kernpunkt hier, die Hinführung der Teilnehmer an die Ausbildung. Dies bedeutet, dass sie unter Einbeziehung ihrer Herkunftsfamilie entsprechend ihrer jeweiligen Eignung und Neigung, sowie ihrer vorhandenen Fähigkeiten und Potenziale in die Lage versetzt werden, konkrete Berufswahlentscheidungen zu treffen. 

•    Kompetenzerwerb: Ein stabiles Lebensumfeld stellt die Basis für beruflichen Erfolg und für das erfolgreiche Bestehen einer Ausbildung dar. Die Zielgruppe hat neben der Verweigerungsroutine auch eine Routine darin entwickelt, Dinge auszusitzen, Verantwortung abzuschieben, alltägliche Aufgaben nicht zu erfüllen, in den sinnlosen Konsum zu flüchten und daraus Anerkennung zu beziehen oder den Tag unstrukturiert vorbeigehen zu lassen. All dies führt dazu, dass Schulabschlüsse nicht erworben werden, sich häufig Schulden auftürmen, die Körperhygiene vernachlässigt wird, Gesundheitsvorsorge nicht betrieben wird, ungesunde Ernährung stattfindet,  Straftaten begangen werden etc. Dies wiederum führt dazu, dass ein Übergang in Arbeit bei einseitiger Betrachtung kognitiver Leistung nicht gelingen wird. Denn die langjährige Erfahrung mit dieser Zielgruppe zeigt, dass die Probleme die Menschen einholen und ein Scheitern dann als umso härter empfunden wird. Kompetenz bedeutet daher: Die Fähigkeit sein Leben selbstbestimmt zu meistern. Und natürlich: Schulische Qualifikation und berufsqualifizierende Fähigkeiten und Fertigkeiten. 

•    Einbeziehung der lokalen und regionalen Wirtschaft: Für die Anbahnung der Ausbildungsverhältnisse mit meist vorgeschalteten Praktika oder anderen Varianten der Arbeitserprobung ist die Einbeziehung der lokalen und regionalen Wirtschaft von essenzieller Bedeutung. Zahlreiche Kontakte zu Unternehmen und Organisationen sind aufgrund langjähriger Tätigkeit der Projektinitiatoren in diesem Bereich vorhanden. Die Unterstützung des FC Augsburg erschließt in diesem Bereich wertvolle zusätzliche Kontakte und Beschäftigungsmöglichkeiten.

•    Flexibilität und Mobilität: Beides sind wichtige Aspekte und häufig Grundlage, um eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden. Hierbei gilt es, die jungen Erwachsenen entsprechend zu fördern und zu informieren, welche Chancen und Möglichkeiten sich ihnen bieten, bspw. durch Beantragung von Berufsausbildungsbeihilfe oder durch Unterstützung bei  der Unterkunftssuche in einer fremden Stadt. Das Netzwerk von bundesweit über 35 Bildungszentren der Eckert Schulen steht den Teilnehmern dabei uneingeschränkt zur Verfügung.

•    Ausbildungsabbrüchen vorbeugen: Nach Beginn der Berufsausbildung liegt das Augenmerk auf der Begleitung sowohl der Teilnehmer als auch der Ausbilder/Arbeitgeber, um Ausbildungsabbrüchen vorzubeugen und somit den erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung sicherzustellen. Entsprechend nachhaltige Unterstützungsangebote sind in das Projekt integriert. 

•    Networking: Das gesamte, seit 1946 gewachsene Netzwerk der Eckert Schulen wird dabei mit eingebunden, bspw. staatliche, städtische und kirchliche Beratungsstellen, Migranten-organisationen, Sozialpaten, Drogenhilfe, Polizei, Jugendgerichtshilfe, Psychotherapeuten und Ärzte der unterschiedlichsten Fachrichtungen, etc. Die Erfahrung zeigt, dass das – professionell koordinierte – Zusammenwirken in erheblichem Maß dazu beiträgt, junge Menschen in Ausbildung zu bringen.  

•    Integration junger Strafentlassener: Speziell für die Zielgruppe der jungen Straffälligen gilt es, zum Zeitpunkt direkt nach der Entlassung aus Untersuchungs- oder Strafhaft, an dem die Motivation für eine Veränderung am Höhepunkt ist, mit dem Aktivitätenzentrum eine Anlaufstelle zu schaffen, die ihnen bei Orientierung und Teilnahme am Ausbildungsmarkt Unterstützung bietet und ihnen – auch in Zusammenarbeit mit anderen Stellen – dabei behilflich ist, eine Verhaltensänderung herbeizuführen und einen Rückfall in die Kriminalität zu vermeiden.

Das Projekt „AMAzukunft“ wird im Rahmen der „ESF Integrationsrichtlinie Bund“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

AMA-Zukunft
Prinzregentenstr. 1
86150 Augsburg

+49 821/455408200

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